peer-mediation

religion am bundesgymnasium babenbergerring wiener neustadt____
beratung

Was ist Peer-Mediation?

Konflikte zu lösen ist eine Sache - Schülerinnen und Schülern die Streitschlichtung zu überlassen, eine andere. Die Jugendforschung zeigt, dass junge Menschen viele Verhaltensweisen von Gleichaltrigen, also von ihrer "Peer-Group", erlernen. Es gibt Jugend-Probleme, die Erwachsenen praktisch nicht zugänglich gemacht werden. Jugendliche sollen lernen, dass sie selbst Schwierigkeiten lösen können. Sie machen die Erfahrung, dass auch Gleichaltrige Konflikte als störend empfinden und lösen können.

Peer-Mediation ist eine Methode zur Konfliktbearbeitung in der Verantwortung von Schülerinnen und Schülern. Die Kompetenzen und Einflussmöglichkeiten der Mitschüler werden genutzt, um Konflikte zu bearbeiten. Die ausgebildeten Mediatoren tragen Mitverantwortung für das Zusammenleben in der Schule. Dabei lernen die "Streitschlichter" Verfahren kennen, die auch für die Gestaltung sozialer Beziehungen außerhalb der Schule einsetzbar sind.


Grundlagen des Mediationsverfahrens:

beratung
  • Anwesenheit der vermittelnden MediatorInnen
  • Einbeziehung aller Konfliktparteien
  • Informelle, außergerichtliche Ebene
  • Freiwilligkeit der Teilnahme am Mediationsverfahren
  • Selbstbestimmung bei der Konfliktlösung: die Entscheidungsbefugnis wird nicht an Dritte abgegeben
  • Das Verhandlungsergebnis ist erst bindend, wenn alle Beteiligten zugestimmt haben
  • Es muss ein Konsens erzielt werden!
 

Warum uns Peer-Mediation wichtig ist:

  • Die Selbststeuerungskompetenz der Jugendlichen wird durch die Streitschlichtung gestärkt. Die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit bei der Suche nach Lösungen ist gewährleistet. Die gefundenen Lösungen passen in das Denksystem der Heranwachsenden.
  • Der Respekt bei der Wahrnehmung anderer Menschen, ihrer Bedürfnisse, Interessen und Empfindungen, wird geübt und kann verstärkt werden.
  • Präventionsarbeit wird geleistet. Die Persönlichkeitsentwicklung wird positiv beeinflusst.
  • Konflikte werden von denjenigen gelöst, die sie verursacht haben. Eine "Stellvertretung" findet nicht statt. Die Konfliktbesprechung und die Wiedergutmachung hängen unmittelbar mit der Tat und dem Geschädigten zusammen.
  • Die jugendlichen Schlichterinnen und Schlichter beurteilen Konflikte nach anderen Gesichtspunkten als die Lehrer.
Die Entscheidung der Schüler, sich aktiv für das Zusammenleben in der Schule einzusetzen, hat positive Auswirkungen auf das Schulklima.